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Subharchord - Aktuell

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Hinweis
: Etliche Informationen finden sich innerhalb dieser Website nur hier in der gegebenen chronologischen Auflistung. Das "scrollen" (man könnte auch sagen "das vertikale Verschieben des Bildschirm-Fensterinhalts über den Balken am rechten Fensterrand") lohnt sich ...
Gesucht werden technische Unterlagen, Schaltpläne, Stromlaufpläne, Zeichnungen etc. ...
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* März 2017:
Das Subharchord Typ II/II aus dem Besitz des Deutschen Technikmuseums Berlin ist in einer Ausstellung des Berliner Musikinstrumenten-Museums zu sehen:
"Good Vibrations - Eine Geschichte der elektronischen Musikinstrumente"
25. März bis 25. Juni 2017
Musikinstrumenten-Museum (10785 Berlin)

* November 2015:
MDR FIGARO: Orgelmagazin - 22.11.2015 (ca. 30min.):
Zwischen Orgel und Synthesizer - Das Subharchord

Eine Sendung von Claus Fischer, in der auch der Subharchord-Erfinder Ernst Schreiber zu Wort kommt.

* September 2015:
Als Radio-Hörtipp wird folgende Sendung empfohlen, die alle wichtigen Aspekte zur Geschichte des Subharchords versammelt und höchst informativ und spannend vermittelt (die Sendung ist im Internet auf der WDR-Website online permanent abrufbar, s.u.):

WDR 3 open: Studio Elektronische Musik - 16.09.2015 (ca. 60min.):
Das Subharchord – eine Geschichts- und Klangreportage
Eine Sendung von Stefan Amzoll.

*** Die Sendung "Das Subharchord" ist zum Nachhören als Download/Podcast auf der diesbezüglichen Website des WDR verfügbar (MP3-Download: ca. 70 MB) ...

Das "Studio Elektronische Musik" mit einer Sendung über das Subharchord - "einem einzigartigen Instrument, das in den sechziger Jahren in der DDR als subharmonischer Klangerzeuger konzipiert und entwickelt wurde."
Mit Ausschnitten von Musik von: Siegfried Matthus, Manfred Miersch, Luigi Nono, Fredric Rzewski, Morton Subotnick, atelierTheremin und einer Hörprobe des RFZ-Berlin Labor ER 5.

* April 2015:
Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden:
"Ohne Ton kein Bild. / Der Ton im DEFA-Animationsfilm" (17.04.2015 – 28.03.2016)

Dazu aktuell:
Erstmals nach Jahrzehnten wurde wieder ein Animationsfilm mit dem Subharchord vertont!

Im Dresdener Produktionszentrum der DEFA, im „Studio für Trickfilme”, wurde ab 1955 für Kinder und deren Familie produziert. Viele der fantasievollen Animationsfilme weisen eine Besonderheit auf:
die begleitenden Klänge und oft die ganze Filmmusik stammen vom Subharchord. Der seltene Synthesizer-Vorläufer wird als Leihgabe des Deutschen Technikmuseums Berlin in der Ausstellung zu sehen sein.
Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF).

Im Vorfeld der Ausstellung ist von einer kleinen Sensation zu berichten:
Erstmals nach Jahrzehnten wurde wieder ein Animationsfilm mit dem Subharchord vertont (genau dieses Instrument, das als Leihgabe in der oben erwähnten Ausstellung zu sehen ist). Der aktuell fertiggestellte Animationsfilm „KONTRAPUNKT” der ostdeutschen Künstlerin Gaby Schulze wurde mit modernster Software realisiert („Blender”), die Subharchord-Filmmusik durfte der Urheber dieser Website beisteuern.
Der Film wurde vorab auf Vimeo und YouTube veröffentlicht.

* November 2014:
- Nach mehrtägigen Aufnahmen im Jahr 2014 ist nun fertiggestellt:
The Subharchord - Das Subharchord
- "A Child of the Golden Age", so heißt ein Film von Ina Pillat zur Geschichte des Subharchords, der für 2015 angekündigt ist. Von Beobachtern der Dreharbeiten erwartet wurde ein kompromisslos subjektiver Blick auf das Subharchord aus Sicht der Ex-DDR-Protagonisten und ihres Freundeskreises.
Nachtrag (September 2015) - Anlässlich einer Veranstaltung in der Akademie der Künste Berlin wurde eine Rohfassung des Films vorgeführt (neuer Titel: "Subharchord"), die aufgrund der im Film enthaltenen Falschdarstellungen auf starke Kritik stieß: "Der Film (auch das Programmheft) rühmt Gerhard Steinke als den Erfinder des Subharchords. Er selbst sich kurioserweise auch. Das ist bedauerlich, um nicht zu sagen unredlich. Gerhard Steinke hat nicht wegzudenkende Verdienste der Fortentwicklung und künstlerischen Indienststellung des Gerätes, dessen Erfinder aber ist er nicht." (Zitat aus: neues deutschland, 70. Jahrgang, Nr. 227)

Nach dem herausragenden abendfüllenden Film der Künstler BENZO (Richardas Norvila) und Oleg Kornev aus dem Jahr 2007 (s.u.), ist dies ein zweiter Versuch zum Thema zu arbeiten.

* Oktober 2014: Eine Übersicht über das Subharchord-Bedienungsfeld (front panel) des Typs I/II "Prototyp" steht als PDF zum Download bereit. Hier

* Dezember 2013:
Ausflugstipp >>>
Der Subharchord-Vorläufer, die "Toccata-Orgel" ist im "Industriesalon Schöneweide" zu bestaunen.
Produziert wurde die Orgel Ende der 1950er Jahre im "VEB Werk für Fernmeldewesen" ehemals in der Ostendstrasse1-5 in Berlin-Oberschöneweide.

"Die Besonderheit der Entwicklung war die private Vorarbeit des Ingenieurs E. Schreibers, die im offiziellen Plan-Entwicklungsauftrag für die Orgel mündete."
(Zitat aus dem auf der Website des Salons veröffentlichten HTW - Elektronenröhrenorgel-Gutachten)
Anm.: Ernst Schreiber war der Erfinder des Subharchords

* Mai 2013: Ein umfangreicher Zeitungsbericht zum Thema erschien in der Sonntagsausgabe des Berliner "Tagesspiegel" vom 24. Juli 2005. Hier stellte der bekannte Berliner Journalist Bodo Mrozek die Frage "Erfanden DDR-Wissenschaftler den Techno?" und präsentiert seine These vom Subharchord als Vorläufer zeitgenössischer Klangerzeuger, dem "Urahn aller heute in den Clubs gespielten Elektromusik (...)".

Der äußerst lesenswerte und in der Print-Ausgabe der Zeitung groß bebilderte Artikel, in dem Herr Mrozek detailliert (und so fundiert wie amüsant) auf die Wiederentdeckung des Subharchords durch den Verfasser dieser Website eingeht, wurde nun online gestellt: "Genosse Techno".

* Februar 2013 : Anlässlich des neuen CTM-Festivals "Festival for Adventurous Music and Arts" mit dem Titel "The Golden Age" wird das Subharchord am Samstag, den 2. Februar 2013 im Funkhaus in der Nalepastrasse zu sehen sein, wo ich (der Urheber dieser Website) es im April 2003 ausfindig machte.
Der Abstellraum wo das Instrument, dass dank meiner Recherche (Entschuldigung!) mittlerweile international bekannt ist, stand, war von den Betreibern des Studios "Hörspiel 2 Produktion" als Lager genutzt worden. Die Studiobetreiber hatten das komplette Studio-Inventar nach der Wende gekauft. Der ehemalige Leiter des Entwicklungslabors, Herr Gerhard Steinke, hatte irrtümlicherweise vermutet, man hätte das Instrument "gestohlen aus dem Funkhaus" (Zitat), denn er hatte es "bei einer Begehung des Funkhauses nicht mehr gefunden" (Zitat). Der Urheber dieser Website mochte dieser Annahme, die Herrn Steinke mehrfach vertrat, so auch in einer vorliegenden Mail vom 19. Dezember 2002, angesichts des beträchtlichen Gewichtes des Instrumentes nicht glauben (ein über 100 kg schweres Objekt ist schwer zu stehlen). Der Hausmeister gestattete eine umfassende Inspektion der Funkhausgebäude und so wurde ich fündig. Später vertrat Herr Steinke die Auffassung "alle haben doch schon immer gewußt wo das Instrument stand"
.

Siehe: "Dezember 2012 / Ein später Ost-West-Konflikt mit unharmonischen Untertönen ..."

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Veranstaltern des Festivals dafür bedanken, dass ich nicht eingeladen wurde (Kleiner Scherz, Entschuldigung ...) und zitiere hier noch einmal den Ex-Laborchef Herrn Steinke, der mir am 3. März 2003 schriftlich gratulierte: “So viel Mühe hat sich bisher noch niemand gemacht, das Gebiet zu beschreiben, das Trautonium und das Subharchord wieder vorzustellen!”.
; - )

* 2011: Der sehr ausführliche und gut gemachte Film über die Geschichte des Subharchords, den die Künstler BENZO (Richardas Norvila) und Oleg KORNEV im Jahr 2007 über das Subharchord gedreht haben, wurde auf der Videoplattform VIMEO veröffentlicht. "Memory Traces - Die Gedächtnisspuren" ist eine künstlerisch-filmische Dokumentation in 13 Teilen.

Richardas Norvila – Sounds.
Oleg Kornev – Images.
Spoken word - Paul Arnold, Georg Geike, Peter Kainz, Manfred Miersch, Gerhard Steinke.
Audioengineering - Daniel Dorsch

Gegenwärtig sind 7 der 13 Teile auf VIMEO zu sehen:
Part 1 - What’s Good stays Good.
Part 3 – Animals in Trouble.
Part 6 – Schiftwork.
Part 7 - The Exercise Break.
Part 8 - Too early or too late.
Part 11 - Yellow Light.
Part 12 - Fidan and Sabib : 8000 Days of Sleep.

* Oktober 2010: Vom 29. - 31. Oktober fanden auf Initiative von Lehrenden der Bauhaus-Universität Weimar die "Subharmonischen Tage Weimar" im alten E-Werk statt. Im Zentrum der Veranstaltungen stand das "Subharmonische Symposium". Dort wurde auch ausführlich über das Subharchord berichtet:

Fotodokumentation der "Subharmonischen Tage Weimar" (Symposium)

* Juli 2010: Auch das Subharchord aus dem Experimental-Studio des Radio Bratislava hat eine neue Heimat! Es wurde vom Technischen Museum in Wien angekauft und ist dort in der Schausammlung zu sehen.

* Mai 2010: Das Subharchord aus dem ehemaligen Funkhaus in der Berliner Nalepastraße hat eine neue Heimat! Es wurde vom Deutschen Technikmuseum Berlin angekauft und gehört nun dauerhaft zum Bestand.

* Mai 2010: Der Trautonium-Virtuose Wolfgang Müller hat eine neue Website. Die Freunde subharmonischer Mixturen werden dort auch über die CD-Neuerscheinung des Nachfolgers von Oskar Sala informiert.

* November 2009: Subharchord-Freunde interessieren sich meist auch für das Trautonium...
Im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt 2009 werden Wolfgang Müller und Peter Ehlert auftreten und die "Caprice für Mixturtrautonium" von Oskar Sala erklingen lassen. Das Stück wird live am Mixturtrautonium gespielt! Im Rahmen der Veranstaltung wird auch Musik von Karl-Ernst Sasse zu hören sein.

* Juli 2009: Veranstaltungshinweis:
"Elektronische Musik / Elektroakustische Musik in der DDR"
In der Reihe "Elektroakustische Musik hören" des Elektronischen Studios der TU (Technische Universität Berlin) am 2. Juli 2009, Raum: Studio EN 324, 18:00-20:00 Uhr.
Gast ist u.a. Georg Katzer.

* September 2008: Das Subharchord aus dem Experimental-Studio des Radio Bratislava ist vom 20.9.08 - 19.4.09 in der Ausstellung "Zauberhafte Klangmaschinen" in Niederösterreich zu sehen: im Institut für Medienarchäologie in Hainburg an der Donau. Die künstlerische Leitung hat Frau Elisabeth Schimana, die bereits 1997 und 1998 als Musikerin (Vocals, echoplex) des "International Theremin Orchestra" anläßlich der Veranstaltung "Touchless" wirkte. Für die wissenschaftliche Betreuung der Ausstellung zeichnet Herr Peter Donhauser verantwortlich, der 2007 als Autor des Buches "Elektrische Klangmaschinen" in Erscheinung trat. Zur Ausstellungs-Website ...

* Mai 2008: Ließen sich die ostdeutschen Erfinder des Subharchords von westdeutscher Technik inspirieren? Die allgemein als interessanteste Komponente des Subharchords betrachtete MEL-Filterbank, die entscheidend zur besonderen Klangfärbung beiträgt, gab es bereits Jahre früher bei der "Hohnerola".

* März 2008: Interview mit Dipl.-Ing. Wolfgang Hoeg online!
Herr Hoeg hat als Entwicklungsingenieur und teilweise als stellvertretender Laborleiter im Labor für Akustisch-musikalische Grenzprobleme gearbeitet und konnte dabei die Entwicklung des Subharchord sowie seine Anwendung bei elektronischen Produktionen aus nächster Nähe mit verfolgen.

* November 2007: Das Subharchord aus dem Funkhaus in der Nalepastraße ist kurzfristig ausgeliehen und zu sehen im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien (Klangapparate-Ausstellung). Hier

* September 2007: Kompositionsauftrag an den "Wiederentdecker des Subharchords" (Tagesspiegel, Berlin).
Die Aufnahmen, die der Initiator und Betreiber dieser Website bereits im Jahr 2003 an einem Original-Subharchord einspielte, erweckten, wie auch seine Produktionen mit dem Live-Elektronik-Ensemble "atelierTheremin", das Interesse von Radioproduzenten. Im September dieses Jahres erhielt Manfred Miersch einen Kompositionsauftrag vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Das realisierte halbstündige Stück mit dem Titel "The return of the cosmic couriers" wird im Rahmen der diesjährigen RadioEins-Reihe "Hörspielkino" an verschiedenen Orten präsentiert. Ein Ausschnitt wurde vorgestellt in Olaf Zimmermanns Sendung "Elektro Beats".

* Juni 2007: Interview mit Prof. Georg Katzer online!
Georg Katzer gründete in den 1980er Jahren in Ost-Berlin das Studio für Experimentelle (Elektroakustische) Musik. Durch seine Mitwirkung wurde der Subharchord-Prototyp 1979/80 vom Postmuseum in das ehemals in der Berliner Luisenstraße befindliche Studio der Akademie der Künste überstellt. Prof. Katzer äußert sich im Interview über seine persönliche Begegnung mit dem Instrument, über
"Sozialistischen Realismus", diesbezüglich über die Probleme früher Elektroakustischer Musik in der DDR, über Improvisationsmusik und über seine Arbeit mit Computertechnik.

* Juni 2007: Veranstaltung im TESLA, dem "Labor für mediale Künste"

Im TESLA am 8. Juni 2007

Das verloren geglaubte Subharchord Typ II / III (Standort-Seite, Punkt 7), das der Autor dieser Website im April 2003 in einem Abstellraum im alten Berliner Funkhaus wiederfand, war an wenigen Tagen im Podewilschen Palais (TESLA), in der Klosterstraße in Berlin-Mitte zu sehen und zu hören. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Werkstatt Klangapparate", sie fand statt vom 7. - 9. Juni, jeweils um 20.30 Uhr. Am 7. Juni traf man sich zum Gespräch, diverse alte Bekannte waren zu begrüßen und es konnten auch interessante neue Kontakte geknüpft werden. An den darauf folgenden Tagen gab es Performances von Benzo und Frank Bretschneider.
Fazit: während Bretschneider bei seinem Auftritt (9.6.) das künstlerische Wagnis vermied und routiniert und von Laptop-Computern gestützt ein recht konservativ-akademisch wirkendes elektroakustisches Konzert ablieferte, war der Auftritt von Benzo (8.6.) eine wirkliche Entdeckung. Benzo präsentierte mit der Verknüpfung von Musik, Bildern und aktionistischen Elementen das, was anderen Künstlern oft fehlt: die Umsetzung einer ganz eigenen Philosophie die auch Brüche und Kontraste zuließ und dadurch spannend und nie glatt und langweilig wirkte.

* März 2007: Neues Interesse am Subharchord!
Das Subharchord ist aufgrund seiner Sonderstellung in der Geschichte der elektronischen Musik ein faszinierendes Beispiel früher technischer Entwicklungen. Wegen seiner sehr bescheidenen klanggestalterischen Möglichkeiten und der beginnenden Verbreitung der erheblich flexibleren und an Klangvielfalt umfangreicheren Synthesizer Ende der 60er-Jahre geriet es in Vergessenheit. Dem Autor dieser Website gelang es durch viel beachtete fortgesetzte Veröffentlichungen in der Fachpresse seit Mitte 2003 das Subharchord wieder bekannt zu machen. Mittlerweile sind sich die Experten einig: das Interessanteste am Subharchord sind die ungewöhnlichen "schmalbandigen" Klangfilter: die sogenannten "Mel-Filter"!
Zur Zeit gibt es von verschiedenen Seiten Überlegungen die Mel-Filter als externe Filterbank nachzubauen. Vorab wurden die Frequenzbänder an Hand der existierenden Klangbeispiele, die der Autor dieser Website im Januar 2003 am Subharchord eingespielt hatte, analysiert. Die Frequenzbandanalyse des Subharchords ergab überraschende Gemeinsamkeiten mit den Frequenzbändern des berühmten Vokoders der Firma EMS, einige Frequenzen sind fast identisch. Die Analyse wurde von einem bekannten deutschen Spezialisten für Fixed-Filter-Bänke durchgeführt, der auch als Konstrukteur und Hersteller von hochwertigem Equipment tätig ist.

* Oktober 2006: Im Rahmen eines Antrags auf Stipendienförderung bewilligt die DEFA-Stiftung den Herren Heinz Kaiser und Jörg Herrmann eine Fördersumme in Höhe von 7000 Euro zur "Recherche zum Subharchord (Klangerzeuger zur Vertonung von Animationsfilmen)". Der Autor dieser Website, der bereits seit dem Jahr 2000 in dieser Sache recherchiert, hofft mit den hier veröffentlichten Informationen den Herren Kaiser und Herrmann behilflich sein zu können ...
(Anm.: Herr Kaiser war als Tonmeister beim DEFA Trickfilmstudio in Dresden tätig, Herr Herrmann als Regisseur)

* Oktober 2006: Nur wenige Zeitzeugen beherrschen die Kunst, große und kleine biografische Erlebnisse, aus einem viele Jahrzehnte währenden Arbeitsleben, in unterhaltsamer und kompromisslos subjektiver Sicht der Dinge zu schildern. Kommen dabei noch interessante Aspekte von Technikgeschichte zur Sprache, lohnt sich das Zuhören. Empfehlung in diesem Monat: ein weiterer Vortrag von Herrn Gerhard Steinke zu "elektronischen Klangerzeugern" in der ehemaligen DDR, - diesmal vorgetragen in einem Theater in Berlin. Medientheater (Studiobühne Mitte) des Seminars für Medienwissenschaft, Sophienstrasse 22a. Datum und Zeit: 17. Oktober 2006 um 17.00 Uhr.

* Mai 2006: Demnächst werden hier weitere neue spannende Interviews mit Zeitzeugen zu lesen sein!
Lassen Sie sich überraschen ...

* 10. Mai 2006: Die nunmehr dritte Radiosendung zum Thema:

In der Sendung "Das Subharchord oder wie Nikita Chruschtschow Gerhard Steinkes Pläne durchkreuzte" von Angelika Perl wurde ein launiges, mit biografischen Anekdoten angereichertes Portrait des ehemaligen Laborleiters Gerhard Steinke präsentiert. Der Beitrag beleuchtete auf humorvolle Weise die (Grenz-)Probleme der experimentellen Musik im "real existierenden Sozialismus" und charakterisierte den Ex-Laborchef als jemand, der sich wie die literarische Figur "Schwejk" mit List, Witz und Wendigkeit durchs Leben schlägt. Auch Toningenieur Klaus Bechstein kam kurz zu Wort.
Leider tauchten auch unwahre Informationen auf: die Aussage, der berühmte Komponist Karlheinz Stockhausen "fuhr dann eben nach Bratislava und produzierte dort mit dem Subharchord", ist falsch. Dem Autor dieser Website liegen andere, gesicherte Informationen vor, darunter u.a. ein Fax von Prof. Stockhausen vom 27.4.2003, aus denen klar hervorgeht, daß Stockhausen das dortige Subharchord zwar vorgeführt bekam und kurz testete, daß er aber nicht damit produzierte ...

* April 2006: Texte nun auch in Englisch verfügbar!

Fremdsprachige Besucher dieser Website fragen regelmäßig in ihren Mails ob es möglich wäre, die Texte der Subharchord-Internetplattform ins Englische zu übersetzen oder zumindest Kurzfassungen in Englisch zu veröffentlichen. Dies wird ab jetzt geschehen.
Die englischsprachigen Texte sind mit einem Icon gekennzeichnet:

Den Beginn macht ein zusammenfassender, informativer Überblick.

* 4. Oktober 2005: Das Subharchord erneut im Radio zu hören:

In der Sendung "Corso" des Deutschlandfunks widmete man sich dem Thema unter dem Motto: "Das Subharchord: ein verschollen geglaubtes Instrument aus der ehemaligen DDR". Wieder wurden alte und neue Klangproben gespielt und auch der Autor dieser Website kam erneut zu Wort.

* 25. August 2005: Das Subharchord im Radio!

Ausschnitte aus einem langen Interview, das die bekannte Kultur-Journalistin Barbara Wiegand mit dem Autor dieser Website in der ersten Hälfte des Monats August führte, wurden am 25.8.2005 nachmittags in INFORADIO gesendet. Der mit etlichen, bereits auf CD und Schallplatte erschienenen Musikbeispielen komplettierte Beitrag erzielte eine beachtliche eMail-Resonanz. Dank an alle Mail-Versender, die zur Ausstrahlung der Sendung gratulierten!
Die INFORADIO-Sendung wurde sinnvoll ergänzt durch einen auf persönlichen Erinnerungen basierenden Vortrag, den der an der Entwicklung des Subharchords beteiligte Dipl. Ing. Herr Gerhard Steinke abends in der Akademie der Künste, Berlin, hielt.

* 6./7. August 2005: Subharchord wieder in der Zeitung.

Nach dem Tagesspiegel berichtet nun die "Lausitzer Rundschau" über das Instrument und die "Techno-Wiege DDR". Der so betitelte "Kulturbrief aus Berlin" von Autor Gunnar Leue (in der Sonnabend/Sonntag-Ausgabe vom 6./7. August) schließt an die Argumentation des Tagesspiegel-Autors Mrozek an und bietet überdies eine kurze Betrachtung wie in der DDR "an der Zukunft gefeilt wurde"!

* 24. Juli 2005: Das Subharchord wird in einem großen Zeitungsartikel vorgestellt!

Ein umfangreicher Zeitungsbericht zum Thema erschien in der Sonntagsausgabe des Berliner "Tagesspiegel" vom 24. Juli 2005. Hier stellt der bekannte Berliner Journalist Bodo Mrozek die Frage "Erfanden DDR-Wissenschaftler den Techno?" und präsentiert seine These vom Subharchord als Vorläufer zeitgenössischer Klangerzeuger, dem "Urahn aller heute in den Clubs gespielten Elektromusik (...)". Der äußerst lesenswerte bebilderte Artikel, in dem Herr Mrozek detailliert (und so fundiert wie amüsant) auf die Wiederentdeckung des Subharchords durch den Verfasser dieser Website eingeht, führte bereits zu vielen positiven Reaktionen, so z.B. der geplanten Aufnahme von Texten dieser Website in ein bekanntes, ambitioniertes Musiklexikon!

Der Artikel von Bodo Mrozek kann im Original beim Tagesspiegel-Verlag angefordert werden.

* Juli 2005: Neue Informationen über das Subharchord im renommierten Fachmagazin FORUM MUSIKBIBLIOTHEK.
Neben einem aktuellen Überblick über den Stand der Recherche findet sich dort ein Auszug aus einem Gespräch, zu dem der Autor dieser Website in das Studio der Akademie der Künste Berlin einlud. Teilnehmer waren hochkarätige Experten, die ihre persönlichen Erfahrungen zur Konstruktion des Subharchords, des Mixturtrautoniums und neuer revolutionärer Klangerzeuger austauschten.
(Forum Musikbibliothek, 26. Jahrgang, 2005/2)

* Juni 2005: Patentschriften des Subharchord-Erfinders Ernst Schreiber sind hier zu finden.
Details in der Technik-Abteilung dieser Website.

* Mai 2005: Subharchord-Prototyp I/II fertig restauriert. Neue Fotos (s.u.) !

Der restaurierte Subharchord-Prototyp wird in einer Ausstellung in Berlin präsentiert ...
Inspiration durch´s Internet: der aus Ostdeutschland stammende ehemalige Gärtner und ehemalige Landschaftsarchitektur-Student Carsten Nicolai, der sich seit längerer Zeit als Bildender Künstler versucht, surfte im Internet auf der Suche nach Inspirationsquellen. Nach der Eingabe seiner Heimatstadt Limbach-Oberfrohna (Kreis Chemnitz/Karl-Marx-Stadt) in die Suchmaschine, stieß Nicolai auf diese Website und erfuhr erstmals vom Subharchord, denn in Limbach-Oberfrohna war die Firma „Gerätebau Hempel KG” ansässig, über die das Subharchord vermarktet wurde (siehe “Geschichte und Geschichten” - “Die Geschichte des Klangerzeugers SUBHARCHORD” - “2. Standorte und Technik”). Nicolai informierte sich anhand der vielen hier erstmalig veröffentlichten Materialien und kam auf die Idee, sich das faszinierende Instrument für eine geplante Ausstellungsbeteiligung (s.u.) auszuleihen. Der Subharchord-Prototyp ist dort zwar leider nur aus großer räumlicher Distanz zu bewundern (Fernglas mitnehmen!), dennoch ist damit ein erster vorsichtiger Versuch gemacht worden das Instrument, wenn auch nur für kurze Zeit, in musealem Kontext zu zeigen.
Ausstellungsname: Künstler.Archiv / Dauer: 19.6.-28.8.05 / Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin.

Besonders erfreulich: im Zuge der Ausstellungsvorbereitungen konnte die vom Autor dieser Website seit Jahren angemahnte, d.h. im Dezember 2002 begonnene Restaurierung des Subharchord-Prototyps endlich weitergeführt werden (siehe Chronologie Punkt 2). Zur Finanzierung wurden Mittel aus dem Hauptstadtkulturfonds herangezogen. Dabei wurden die störenden optischen Mängel beseitigt (beschädigte oder fehlende Gehäuseteile) und die Technik überholt. Hier sind die neuen Fotos, aufgenommen Anfang Mai 2005, mit freundlicher Genehmigung des Studios für Elektroakustische Musik der AdK (... und dort - unter Punkt 6 - sind die alten Fotos, zum Vergleich):

Wer sich jetzt schon über die besonderen Klänge dieses einmaligen Instrumentes informieren möchte, sei auf die von mir im Jahr 2003 eingespielten Aufnahmen verwiesen, die bereits, zusammen mit historischem Material, auf CD erschienen sind und auf die soeben erschienene Schallplatte (Single/EP/extended play) mit weiteren neuen und historischen Aufnahmen, darunter die einzige existierende Aufnahme mit Erläuterungen des Subharchord-Erfinders Ernst Schreiber von 1962 (!!!):

Neu: "Subharmonische Mixturen mit dem Subharchord"

“The subharchord is a rare electronic instrument most closely related to the mixturtrautonium created by Oscar Sala. A predecessor to the common synthesizer, the instrument was rediscovered just four years ago by Manfred Miersch, an artist and musician from Berlin. This recording is the very first release of subharchord music on vinyl in almost 35 years.” Alan Gould, 2004.

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Alle Besitzer der noch vorhandenen Subharchord-Typen sollen mit Hilfe dieser Website ein Forum, und damit eine Möglichkeit des Austauschs von Informationen finden und sind hiermit zur Kontaktaufnahme aufgerufen! Das Ziel dieser Internetpräsenz ist, das Subharchord vor dem Vergessen zu bewahren und die noch existierenden Instrumente so instand zu setzen, daß sie wieder funktionsfähig und spielbar sind.

Die analoge Klangsynthese hat m.E. auch im Zeitalter der Digitaltechnik noch ihre Berechtigung.
Mittlerweile hat eine Renaissance analoger Synthesizertechnik eingesetzt. Seit Jahren werden wieder analoge Synthesizer produziert und neu konstruiert. Inzwischen bauen die Hersteller der "virtuell-analogen"-digitalen Synthesizer in ihre neuen Instrumente analoge Filter ein und preisen deren Vorzüge (die meist unüberhörbar sind). Gebrauchte Synthies aus den 70er Jahren erzielen mittlerweile Preise, die die ehemalige Originalpreise mehrfach übersteigen und auch die "Subharmonischen Mixturen" sind wieder gefragt, wie Neu-Produktionen in diesem Bereich beweisen. Die Ansicht setzt sich langsam durch, daß alte Technik, mit ihren qualitativen Besonderheiten, nicht immer sofort zu Gunsten neuerer Technik verschrottet werden muß.

Über aktuelle Entwicklungen wird hier weiterhin informiert.

Manfred Miersch, Juni 2017

www.subharchord.de